Buch schreiben
Ein Buch zu schreiben - ist das die Verwirklichung eines Traumes, eine nüchterne Angelegenheit oder beides zugleich?
Ein Blick auf Bestsellerlisten und immer wieder neu aufgefüllte Büchertische und -regale deutet auf die Sehnsucht 'Buch', sei es auf Autoren- oder Leserseite. Das Buch an sich ist attraktiver als gedacht. Und entgegen der Meinung vieler Kulturpessimisten ist es mit der rasanten Entwicklung des Web nicht ausgestorben - im Gegenteil, es ist präsenter denn je. Ein Buch ist stärker als alle Blogs dieser Welt.
Wie kommt es zu einem Buch? Im Glücksfall trägt man bereits lang und intensiv an einer Idee oder Geschichte, feilt an etwas Wissenswertem oder Neuem, was unbedingt aufgeschrieben werden muss. Das Thema lässt einen nicht mehr los, egal welche Gattung es sein soll, ob Roman oder Fachbuch, Kinderbuch oder Krimi, die Sache will raus und auf's Papier gebracht werden. Selbst wenn man am Computer schreibt, liegt die Faszination des getippten Wortes in der künftigen Druckversion. An Möglichkeiten, sich schriftlich zu verbreiten, mangelt es nicht - das Internet ist ein überwältigender Ozean an aufgeschäumten und angespülten Wortwellen und -tiraden. Doch an welches Ufer soll man gehen, wo verweilen.
Blogs beispielsweise. Sie sind schön, aber flüchtig. Sie reichen nicht aus, um zu erzählen, zu erörtern, zu ermitteln oder beeindrucken. Sie bleiben nicht. Dafür gibt es zum Glück das Buch. Ein Buch vermittelt Übersichtlichkeit, Ruhe und etwas geheimnisvoll Intimes für jeden Leser, der das richtige Exemplar in seinen Händen hält. Glücklich der Autor, der sein Thema gefunden hat. Glücklicher der Autor, der einen Verleger hat.
